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Vitamin H

Vitamin H, also Biotin ist identisch mit dem Vitamin B7. Die Bezeichnung Vitamin H hat dieses Vitamin ursprünglich erhalten, als Abkürzung für Haut. Hinreichende Informationen zu Biotin kann man heute unter der Bezeichnung Vitamin B7 finden. Diese Bezeichnung wird öfter verwendet, während man nur noch ganz selten von Vitamin H spricht. Im Wesentlichen kann man sich darauf verlassen, dass in fast allen Lebensmitteln das Biotin enthalten ist. Zu beachten wäre in diesem Zusammenhang, dass das Biotin aus tierischen Lebensmitteln in der Regel proteingebunden ist. Auf diese Weise kann es im Körper deutlich schlechter verwertet werden, als das Biotin, das man aus pflanzlichen Lebensmitteln gewinnt. Bei diesen ist das Biotin nicht gebunden und somit auch frei verwertbar. So hat man von dem Biotingehalt aus dem Pflanzenbereich – etwa in Blumenkohl oder Sojabohnen - wesentlich mehr, als das bei dem Biotin der Kalbsleber der Fall ist.

Während man im Bereich von erwachsenen Menschen meist keine Mangelerscheinungen an Biotin feststellt, ist dies bei Säuglingen – speziell, wenn diese von der Mutter gestillt werden – häufiger der Fall. Das liegt daran, dass bei Säuglingen der Bedarf an Biotin bis zum 12. Lebensmonat enorm hoch ist. Wenn diese Säuglinge nur von der Muttermilch genährt werden, dann wird dieser hohe Bedarf nicht gedeckt, da die Muttermilch keinen so hohen Anteil an Biotin besitzt. In diesem Fall empfiehlt es sich, dem Kind das fehlende Biotin in Form von Ergänzungsnahrung zuzuführen. In der Babynahrung von heute wird auf diesen hohen Biotinbedarf der Säuglinge eingegangen und dementsprechend dafür gesorgt, dass bei der Nahrungsaufnahme auch genügend Biotin dem Säugling zugeführt wird. Das ist allein schon deshalb von enormer Wichtigkeit, weil man mittlerweile davon ausgeht, dass der plötzliche Kindstod aller Wahrscheinlichkeit in einem direkten Zusammenhang mit dem Mangel an Biotin im Säuglingsalter steht.