Vitamin A
Das Vitamin A, auch unter dem Namen Retinol bekannt, ist eines der fettlöslichen Vitamine. Sein Vorkommen hat es nur in tierischen Lebensmitteln, unter anderem im Fleisch, in Eier und in der Milch. Gespeichert wird das Vitamin A in der Leber. Von dort aus wird es mit dem Blut zu den einzelnen Zellen im Körper transportiert.
Wichtig ist das Vitamin A besonders für:
- Die Entwicklung der Plazenta (Mutterkuchen)
- Die Entwicklung des Embryos
- Das Wachstum des Körpers
- Das Immunsystem, zur Stärkung und Erhaltung der eigenen Abwehr
- Die Augen, da das Retinol in den Sehpigmenten enthalten ist, und damit notwendig ist für die Netzhaut
- Die Bildung von Schleimhäuten und die Bildung der Haut
- Die Herstellung von Testosteron
- Die Fortpflanzung
Provitamin A
Neben dem Vitamin A gibt es das Provitamin A, das sowohl in Pflanzen als auch in tierischen Nahrungsmitteln enthalten ist, und das, je nach Carotinoid, im Körper (im Darm) in das Vitamin A umgewandelt wird. Das bekannteste ist das Beta-Carotin, das auch als Vorstufe für das Vitamin A bezeichnet wird, und das ebenso wichtig für den Körper ist wie das Vitamin A.
Vitamin A - Der Tagesbedarf
Der von der DGE, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, empfohlene Tagesbedarf liegt beim Vitamin A bei 1,0 bis maximal 1,5 mg.
Vitamin A – Mangel
Bei einem Mangel an Vitamin A kann es zu Problemen der Augen kommen, im schlimmsten Fall zu einer Rückbildung der Hornhaut und der daraufhin folgenden Funktionsstörung der Augen. Auch eine Nachtblindheit kann im Vitamin A-Mangel begründet sein. Weitere Mangelerscheinungen sind: Verhornungen, die sowohl die Haut als auch die Schleimhäute betreffen können. Auch Probleme und gar Erkrankungen der Verdauungsorgane und der Leber können mit durch zu wenig Vitamin A-Aufnahme durch die Ernährung entstehen. Bei Kindern führt eine Fehlernährung oder Mangelernährung im Falle des Vitamin A zu Wachstumsstörungen. Aber auch chronische Entzündungen, bei Kindern wie bei Erwachsenen, können die Folge sein.
Zu viel Vitamin A kann krank machen
Während bei einer Überdosierung des Vitamin C keine Folgen tragen für den Körper, sieht dies beim Vitamin A jedoch anders aus. So kann es durch eine Überdosierung sowohl zu Übelkeit und Erbrechen, als auch zu Appetitlosigkeit kommen. Dazu können auch Kopfschmerzen und Müdigkeit auftreten. Wer fortdauernd zu viel Vitamin A zu sich nimmt, kann unter Sehstörungen leiden, unter Haarausfall, unter Leberschäden, unter Gelenkschmerzen und Knochenschmerzen und auch unter Hautproblemen. Deshalb sollte die Dosierungsempfehlung der DGE nicht überschritten werden.