Heilpflanzen
In früheren Tagen der Menschheit, in der es noch keine Schulmedizin gab, oder nur in begrenztem Maße, blieb den Heilern nichts Anderes übrig, denn für die Leiden und Krankheiten Mittel zur Linderung, Besserung und Heilung zu finden. Manchmal gingen die Griffe hier daneben, und es wurden Pflanzen verwendet, die entweder völlig giftig waren, oder eher eine berauschende denn gesundheitsfördernde Wirkung.
Im Laufe der Zeit entdeckten die Menschen, welche Pflanzen wirklich Heilpflanzen sind, welche positiven Wirkungen sie haben, und wie sie zu dosieren sind. Dies war bei weitem nicht nur auf den europäischen Raum beschränkt, in aller Welt gab und gibt es Naturheilkundler, die sich aus der Apotheke (Hier den Link setzen zumPunkt „apothekenpflichtige Arzneimittel) der Natur bedienen, um Kranken und Geschwächten zu helfen.
Heute behandeln zumeist Heilpraktiker mit Heilpflanzen, aber auch naturheilkundlich bewanderte Allgemeinmediziner (Hier den Link setzen zum entsprechenden Punkt) empfehlen immer wieder bestimmte Kräuter und Pflanzen, die eine Linderung oder gar Heilung der Beschwerden ihrer Patienten mit sich bringt. Auch verwendet werden sie in der TCM, der Traditionellen Chinesischen Medizin, die inzwischen auch bei uns bekannter geworden ist und von einigen, speziell in der TCM ausgebildeten Ärzten praktiziert wird.
Bei den Heilpflanzen ist eines wichtig: Ihre Anwendung kann wirklich helfen bei einer Besserung und sogar Heilung von Krankheiten. Deshalb wird auch jede Jahr ein besonderes „Heilkraut“ als Arzneipflanze des Jahres ausgezeichnet. Diese Auszeichnung gibt es seit dem Jahr 1999 und wird vergeben vom Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzen, der an der Universität Würzburg am Institut für Geschichte der Medizin beheimatet ist. Doch bereits in den Jahren 1987 bis 1989 war die Bezeichnung „Arzneipflanze des Jahres“ durch den VDD, den Verband Deutscher Drogisten vergeben worden. Der VDD zeichnete in diesen drei Jahren die Pflanzen Echte Kamille, Zitronenmelissse und den Knoblauch aus. Seit 2001 wird die Auszeichnung durch den Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzen jährlich vergeben, im Jahre 1999 wurde der Buchweizen (Hier den Link setzen zum entsprechenden Punkt) zur Arzneipflanze des Jahres gekürt. Zwei Jahre später folgte dann die Arnika, gefolgt vom Stechenden Mäusedorn. Im Jahr 2003 folgten dann die Artischocke (Hier den Link setzen zum entsprechenden Punkt) , 2004 kam die Pfefferminze in den Genuss der Auszeichnung, 2005 der Gartenkürbis. 2006 wurde der Echte Thymian die Arzneipflanze des Jahres, 2007 der Echte Hopfen, im Jahr 2008 folgte die Gewöhnliche Rosskastanie und 2009 wurde der Fenchel ausgezeichnet. Es gibt auch eine Auszeichnung zur „Heilpflanze des Jahres“, diese hat jedoch bei weitem nicht jene Relevanz der „Arzneipflanze des Jahres“, da diese Auszeichung einen Hintergrund hat, der durchaus mit der medinischen Erforschung der Heilkräfte solcher Pflanzen zu tun hat. Und damit auch mehr belegt, welche Pflanzen wirkliche Heilkräuter- und Pflanzen sind, und welchen, wie zum Beispiel der Aloe Vera, zwar eine vielfältige Wirkung nachgesagt wird, diese bei weitem aber nicht bewiesen bzw. nachgewiesen ist mittels wissenschaftlicher Methoden.
Bekannte Heilpflanzen sind die Ringelblume, (Hier den Link setzen zum entsprechenden Punkt) die sehr vielseitig hilft, aber vor allem in der Wundheilung fast wahre Wunder wirkt, und der Baldrian, (Hier den Link setzen zum entsprechenden Punkt) der beruhigend wirkt und deshalb auch als sanftes Schlafmittel geeignet ist. Auch wirksam sind der Baerlauch (Hier den Link setzen zum entsprechenden Punkt) wie auch der Ehrenpreis, (Hier den Link setzen zum entsprechenden Punkt) der, bekannt als Allerweltstrost, in vielen Bereichen sehr lindernd und heilend wirkt. Einen sehr großen Bekanntheitsgrad hat in den vergangenen Jahren die Wüstenlilie, besser bekannt unter dem Namen Aloe Vera, (Hier den Link setzen zum entsprechenden Punkt) erreicht. Die Wirksamkeit die Pflanze ist jedoch, im Gegensatz zu vielen anderen Heilpflanzen, immer noch nicht nachgewiesen. Deshalb wird sie auch, vielleicht sogar zu Recht, von so manchen Naturheilkundlern wie auch Schulmedizinern, als reine Modeerscheinung abgetan, die vielleicht irgendwann ebenso schnell wieder verschwinden wird, wie sie aufgetaucht ist.